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Widmung in ein Kochbuch

Wilhelm Busch

Es wird behauptet und mit Grund,
Ein ntzlich Werkzeug sei der Mund!

Zum ersten lt das Ding sich dehnen
Wie Guttapercha, um zu ghnen.
Ach, Grete, wenn du dieses mut,
Tu es im stillen und mit Lust!

Zum zweiten: Wenn es grad vonnten,
Kann man ihn spitzen, um zu flten.
Sitzt dann der Schatz auch mal allein,
Dies wird ihm Unterhaltung sein!

Zum dritten lt der Mund sich brauchen,
Wenn's irgend passend, um zu rauchen.
Dies kannst du deinem guten Gatten,
Der darum bittet, wohl gestatten.

Zum vierten ist es kein Verbrechen,
Den Mund zu ffnen, um zu sprechen.
Vermeide nur Gemtserregung,
Sprich lieber sanft mit berlegung,
Denn mancher hat sich schon beklagt:
Ach, htt' ich das doch nicht gesagt!

Zum fnften: Wie wir alle wissen,
So eignet sich der Mund zum Kssen.
Sei's offen oder sei's verhohlen,
Gegeben oder nur gestohlen,
Ausdrcklich oder nebenher,
Bei Scheiden oder Wiederkehr,
Im Frieden und nach Kriegeszeiten:
Ein Ku hat seine guten Seiten!

Zum Schlu jedoch nicht zu vergessen:
Hauptschlich dient der Mund zum Essen!
Gar lieblich dringen aus der Kche
Bis in das Herz die Wohlgerche.

Hier kann die Zunge fein und scharf
Sich ntzlich machen, und sie darf!
Hier durch Gebrtel und Gebrittel
Bereitet man die Zaubermittel
In Tpfen, Pfannen oder Kesseln,
Um ewig den Gemahl zu fesseln.

Von hier aus herrscht mit schlauem Sinn
Die Haus= und Herzensknigin. -
Lieb's Gretchen! Halt dich wohlgemut,
Regiere mild und - koche gut!




Wilhelm Busch

Biographie

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