Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

Arndt, Ernst Moritz
Arnim, Achim von
Brentano, Clemens
Browning, Robert
Busch, Wilhelm
Brger, Gottfried August
Chamisso, Adelbert von
Droste-Hlshoff, Annette von
Eichendorff, Joseph von
Ernst, Otto
Fontane, Theodor
Gerhardt, Paul
Goethe, Johann Wolfgang von
Grillparzer, Franz
Hagedorn, Friedrich von
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Herder, Johann Gottfried von
Hofmannsthal, Hugo von
Housman, A.E.
Hlty, Ludwig Heinrich Christoph
Keats, John
Keller, Gottfried
Kraus, Karl
Liliencron, Detlev von
Meyer, Conrad Ferdinand
Mnchhausen, Brries Frhr. von
Mrike, Eduard
Ringelnatz, Joachim
Schiller, Friedrich
Storm, Theodor
Uhland, Ludwig
Weckherlin, Georg Rodolf
Zur�ck zu den Suchergebnissen

(Aphorismen) Gott und Glauben

Wilhelm Busch

Nur was wir glauben, wissen wir gewi.

Wer in Glaubenssachen den Verstand befragt, kriegt unchristliche Antworten.

Glaube durch Verstand gesttzt: Vogel, dem man eine Leiter bringt, dran in die Luft zu steigen.

Glaubenssachen sind Liebessachen.
Es gibt keine Grnde dafr oder dagegen.

Glaube beruht auf Ursachen, nicht auf Grnden.

Glck, Freiheit: Negationen der Wirklichkeit.

Frei ist der Anfang, und frei ist das Ende; was dazwischen liegt, ist notwendig.

Mit Gewalt ins Himmelreich:
Durch Wollen, nicht durch Grbeln.

Zuviel und zuwenig Vertrauen sind Nachbarskinder.

Wer anders glaubt, ist schlecht,
wer anders denkt, ist dumm.

Wer auf offener See fhrt, richtet sich nach den Sternen und dem Kompa
(Kein Baedeker zur See).

An der See hrt der Baedeker auf.

Der Zustand vor jedem Dasein war besser, war unsere Heimat.

Dreimnnerglaube - Dreimnnerwein.

Der philosophische Ballon steigt nicht ber die irdische Atmosphre hinauf.

Gott zieht an einer Hand, der Teufel an beiden Beinen.

Gott zieht nur an der Hand, der einen,
Der Teufel zieht an beiden Beinen.

Wird man aus einem Leben herausgeklopft, huscht man ins andere wieder 'nein.

Methaphysik und Worte! Das ist gerade so, als wenn man einem die Lehre von der Erbsnde auf der Flte vorspielte.

Gewisse Dinge greift man so vergeblich mit Worten an wie Geister mit Waffen.

Gewiheit gibt allein die Mathematik. Aber leider streift sie nur den Oberrock der Dinge.

Die sogenannten Wahrheiten habe ich doch ein wenig im Verdacht der Unbestndigkeit.

Was Frau Wahrheit betrifft, so zeigt sie sich selbst ihren intimsten Verehrern nur in keuscher Umhllung.

Worte scharwenzeln um die Wahrheit herum; sie ist keusch.

Es brenzelt schon nach dem Jngsten Tage.

Wenn Erbstrafe, dann wohl auch Erbsnde.

Der freie Wille: Vor der Vernunft ist er nicht zu erweisen, aber doch mu man ihn fordern, sonst hrt alle Selbstverantwortung auf.

Tausend Jahre, mit dem unendlichen Halm gemessen, sind blo ein Stck Hckerling.

Unsere Philosophie nach dem dreiigsten Jahre heit Glaube.

Wer je ein grndliches Erstaunen ber die WeIt empfunden, will mehr. Er philosophiert - und was er auch sagen mag - er glaubt.

Kinder, wie alle, die der Natur noch nher stehen, glauben ans Weiterleben, es komme, was wolle, und sie werden schon recht haben.

Nichts, was war, wacht auf, wie es einstmals gewesen ist.

Ein bigotter Rationalist

So sind wir Menschen. Wir singen und beten in aller Gemtlichkeit. Geht aber mal was quer, dann zeigt sich's, wie erbrmlich wenig Gottvertrauen wir haben.

Nur in der Tiefe der Seele, mit Hilfe jener Kraft, die strker ist als alle Vernnftigkeit, kann Trost und Ruhe gefunden werden.

Der Glaube soll ruhig auf seiner Burg bleiben, wo er sicher und geborgen ist.




Wilhelm Busch

Biographie

Balladen und Gedichte
(Aphorismen) Dummheit und Tugend
(Aphorismen) Gott und Glauben
(Aphorismen) Heirat und Liebe
(Aphorismen) Lachen
(Aphorismen) Leid und Krankheit
(Aphorismen) Leid und rger
(Aphorismen) Menschliches
(Aphorismen) Musik und Kunst
(Aphorismen) Natur und Wetter
(Aphorismen) Stichworte
(Aphorismen) Tod und Sterben
(Aphorismen) Wahrheit und Weisheit
(Aphorismen) Welt und Land
(Aphorismen) Zeit und Alter
An Johanna, Nanda und Letty
An Nelly und Hugo Keler
Das Brot
Das leichtsinnige Mietzel
Das Lied vom Finken und dem Jgersmann
Der Dornenstrauch
Der Geigenseppel
Der Nckergreis
Der Sack und die Muse
Der traurige Bub
Die Selbstkritik hat viel fr sich
Die Uhr
Die Uhren
Eduards Traum
Es lebt ein Heiligenmaler ...
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim ...
Fink und Frosch
Frher, da ich unerfahren
Frs Militr: An Frau Lindau
Hund und Katze
Ich schritt den grnen Rhein entlang
Karneval
Lebenslauf
Lieder eines Lumpen
Romanze vom Ritter Ossa Sepia
Seelenwanderung
Sie war ein Blmlein
Sommer - Sonntag - Sonnenschein
summa summarum
Verwunschen
Volksliedchen
Was schreib' ich denn nur?
Wenn wer sich wo als Lump erwiesen ...
Widmung in ein Kochbuch
Wie das Bild der Abendsonne
Zirrwitt! Diddellitt!
Zum Neujahr
Zwei Briefe nach Frankfurt
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite