Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

Arndt, Ernst Moritz
Arnim, Achim von
Brentano, Clemens
Browning, Robert
Busch, Wilhelm
Brger, Gottfried August
Chamisso, Adelbert von
Droste-Hlshoff, Annette von
Eichendorff, Joseph von
Ernst, Otto
Fontane, Theodor
Gerhardt, Paul
Goethe, Johann Wolfgang von
Grillparzer, Franz
Hagedorn, Friedrich von
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Herder, Johann Gottfried von
Hofmannsthal, Hugo von
Housman, A.E.
Hlty, Ludwig Heinrich Christoph
Keats, John
Keller, Gottfried
Kraus, Karl
Liliencron, Detlev von
Meyer, Conrad Ferdinand
Mnchhausen, Brries Frhr. von
Mrike, Eduard
Ringelnatz, Joachim
Schiller, Friedrich
Storm, Theodor
Uhland, Ludwig
Weckherlin, Georg Rodolf
Zur�ck zu den Suchergebnissen

Das Brot

Wilhelm Busch

Er sa beim Frhstck uerst grmlich,
Da sprach ein Krmchen Brot vernehmlich:
"Aha, so ist es mit dem Orden
Fr diesmal wieder nichts geworden.
Ja, Freund, wer seinen Blick erweitert
Und schaut nach hinten und nach vorn,
Der preist den Kummer, der ihn lutert.
Ich selber war ein Weizenkorn.
Mit vielen, die mir anverwandt,
lag ich im lauen Ackerland.
Bedrckt von einem Erdenklo,
macht' ich mich mutig strebend los.
Gleich kam ein alter Has gehupft
und hat mich an der Nas gezupft,
und als es Winter ward, verfror,
was peinlich ist, mein linkes Ohr,
und als ich reif mit meiner Sippe,
o weh, da hat mit seiner Hippe
der Hans uns rundweg abgesbelt
und zum Ersticken festgeknebelt
und auf die Tenne fortgeschafft,
wo ihrer vier mit voller Kraft
im regelrechten Flegeltakte
uns klopften, da die Scharte knackte!
Ein Esel trug uns in die Mhle.
Ich sage dir, das sind Gefhle,
wenn man, zerrieben und gedrillt
zum allerfeinsten Staubgebild',
sich kaum besinnt und fast vergit,
ob Sonntag oder Montag ist.
Und schlielich schob der Bckermeister,
nachdem wir erst als zher Kleister
in seinem Troge ba gehudelt,
vermengt, geknebelt und vernudelt,
uns in des Ofens hchste Glut.
Jetzt sind wir Brot. Ist das nicht gut?
Frischauf, du hast genug, mein Lieber,
greif zu und schneide nicht zu knapp
und streiche tchtig Butter drber
und gib den andern auch was ab !




Wilhelm Busch

Biographie

Balladen und Gedichte
(Aphorismen) Dummheit und Tugend
(Aphorismen) Gott und Glauben
(Aphorismen) Heirat und Liebe
(Aphorismen) Lachen
(Aphorismen) Leid und Krankheit
(Aphorismen) Leid und rger
(Aphorismen) Menschliches
(Aphorismen) Musik und Kunst
(Aphorismen) Natur und Wetter
(Aphorismen) Stichworte
(Aphorismen) Tod und Sterben
(Aphorismen) Wahrheit und Weisheit
(Aphorismen) Welt und Land
(Aphorismen) Zeit und Alter
An Johanna, Nanda und Letty
An Nelly und Hugo Keler
Das Brot
Das leichtsinnige Mietzel
Das Lied vom Finken und dem Jgersmann
Der Dornenstrauch
Der Geigenseppel
Der Nckergreis
Der Sack und die Muse
Der traurige Bub
Die Selbstkritik hat viel fr sich
Die Uhr
Die Uhren
Eduards Traum
Es lebt ein Heiligenmaler ...
Es sitzt ein Vogel auf dem Leim ...
Fink und Frosch
Frher, da ich unerfahren
Frs Militr: An Frau Lindau
Hund und Katze
Ich schritt den grnen Rhein entlang
Karneval
Lebenslauf
Lieder eines Lumpen
Romanze vom Ritter Ossa Sepia
Seelenwanderung
Sie war ein Blmlein
Sommer - Sonntag - Sonnenschein
summa summarum
Verwunschen
Volksliedchen
Was schreib' ich denn nur?
Wenn wer sich wo als Lump erwiesen ...
Widmung in ein Kochbuch
Wie das Bild der Abendsonne
Zirrwitt! Diddellitt!
Zum Neujahr
Zwei Briefe nach Frankfurt
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite