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Graf Eberstein

Ludwig Uhland

Zu Speyer im Saale, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
  Graf Eberstein
   Fhret den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Tchterlein.

Und als er sie schwingt nun im luftigen Reigen,
Da flstert sie leise, sie kann's nicht verschweigen:
   Graf Eberstein,
   Hte dich fein!
Heut nacht wird dein Schllein gefhrdet sein.

Ei! denket der Graf, Euer kaiserlich Gnaden,
So habt Ihr mich darum zum Tanze geladen!
   Er sucht sein Ro,
   Lt seinen Tro
Und jagt nach seinem gefhrdeten Schlo.

Um Ebersteins Feste, da wimmelt's von Streitern,
Sie schleichen im Nebel mit Haken und Leitern.
   Graf Eberstein
   Gret sie fein,
Er wirft sie vom Wall in die Grben hinein.

Als nun der Herr Kaiser am Morgen gekommen,
Da meint er, es seie die Burg schon genommen.
   Doch auf dem Wall
   Tanzen mit Schall
Der Graf und seine Gewappneten all.

Herr Kaiser! beschleicht Ihr ein andermal Schlsser,
Tut's not, Ihr verstehet aufs Tanzen Euch besser.
   Euer Tchterlein
   Tanzet so fein,
Dem soll meine Feste geffnet sein.

Im Schlosse des Grafen, da hebt sich ein Klingen,
Mit Fackeln und Kerzen ein Tanzen und Springen.
   Graf Eberstein
   Fhret den Reihn
Mit des Kaisers holdseligem Tchterlein.

Und als er sie schwingt nun im brutlichen Reigen,
Da flstert er leise, nicht kann er's verschweigen:
   Schn Jungfrulein,
   Hte dich fein!
Heut nacht wird ein Schllein gefhrdet sein.




Ludwig Uhland

Biographie

Balladen und Gedichte
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Abreise
Am 18. Oktober 1816
Bertran de Born
Das alte, gute Recht
Das Glck von Edenhall
Das Schifflein
Das Schlo am Meere
Das versunkene Kloster
Der gute Kamerad
Der Knigssohn
Der nchtliche Ritter
Der Schmied
Der Student
Der Ungenannten
Der wackere Schwabe
Der weie Hirsch
Der berfall im Wildbad
Des Knaben Berglied
Des Sngers Fluch
Die Abgeschiedenen
Die Geisterkelter
Die Geisterkelter
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Graf Eberstein
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