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Die sanften Tage

Ludwig Uhland

Ich bin so hold den sanften Tagen,
Wann in der ersten Frhlingszeit
Der Himmel, blaulich aufgeschlagen,
Zur Erde Glanz und Wrme streut;
Die Tler noch von Eise grauen,
Der Hgel schon sich sonnig hebt,
Die Mdchen sich ins Freie trauen,
Der Kinder Spiel sich neu belebt.

Dann steh ich auf dem Berge droben
Und seh es alles still erfreut,
Die Brust von leisem Drang gehoben,
Der noch zum Wunsche nicht gedeiht.
Ich bin ein Kind und mit dem Spiele
Der heiteren Natur vergngt,
In ihre ruhigen Gefhle
Ist ganz die Seele eingewiegt.

Ich bin so hold den sanften Tagen,
Wann ihrer mild besonnten Flur
Gerhrte Greise Abschied sagen;
Dann ist die Feier der Natur.
Sie prangt nicht mehr mit Blt und Flle,
All ihre regen Krfte ruhn,
Sie sammelt sich in se Stille,
In ihre Tiefen schaut sie nun.

Die Seele, jngst so hoch getragen,
Sie senket ihren stolzen Flug,
Sie lernt ein friedliches Entsagen,
Erinnerung ist ihr genug.
Da ist mir wohl im sanften Schweigen,
Das die Natur der Seele gab;
Es ist mir so als drft ich steigen
Hinunter in mein stilles Grab.




Ludwig Uhland

Biographie

Balladen und Gedichte
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Abreise
Am 18. Oktober 1816
Bertran de Born
Das alte, gute Recht
Das Glck von Edenhall
Das Schifflein
Das Schlo am Meere
Das versunkene Kloster
Der gute Kamerad
Der Knigssohn
Der nchtliche Ritter
Der Schmied
Der Student
Der Ungenannten
Der wackere Schwabe
Der weie Hirsch
Der berfall im Wildbad
Des Knaben Berglied
Des Sngers Fluch
Die Abgeschiedenen
Die Geisterkelter
Die Geisterkelter
Die Kapelle
Die Malve
Die neue Muse
Die sanften Tage
Die Zufriedenen
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Heimkehr
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