Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

Arndt, Ernst Moritz
Arnim, Achim von
Brentano, Clemens
Browning, Robert
Busch, Wilhelm
Brger, Gottfried August
Chamisso, Adelbert von
Droste-Hlshoff, Annette von
Eichendorff, Joseph von
Ernst, Otto
Fontane, Theodor
Gerhardt, Paul
Goethe, Johann Wolfgang von
Grillparzer, Franz
Hagedorn, Friedrich von
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Herder, Johann Gottfried von
Hofmannsthal, Hugo von
Housman, A.E.
Hlty, Ludwig Heinrich Christoph
Keats, John
Keller, Gottfried
Kraus, Karl
Liliencron, Detlev von
Meyer, Conrad Ferdinand
Mnchhausen, Brries Frhr. von
Mrike, Eduard
Ringelnatz, Joachim
Schiller, Friedrich
Storm, Theodor
Uhland, Ludwig
Weckherlin, Georg Rodolf
Zur�ck zu den Suchergebnissen

Der wackere Schwabe

Ludwig Uhland

Als Kaiser Rotbart lobesam
zum heil'gen Land gezogen kam,
da mut er mit dem frommen Heer
durch ein Gebirge wst und leer.
Daselbst erhub sich groe Not,
viel Steine gab's und wenig Brot,
und mancher deutsche Reitersmann
hat dort den Trunk sich abgetan;
den Pferden war's so schwer im Magen,
fast mute der Reiter die Mhre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
von hohem Wuchs und starker Hand,
des Rlein war so krank und schwach,
er zog es nur am Zaume nach;
er htt' es nimmer aufgegeben,
und kostet's ihn das eigne Leben.
So blieb er bald ein gutes Stck
hinter dem Heereszug zurck;
da sprengten pltzlich in die Quer
fnfzig trkische Ritter daher.

Die huben an auf ihn zu schieen,
nach ihm zu werfen mit den Spieen.
Der wackre Schwabe forcht sich nit,
ging seines Weges Schritt vor Schritt,
lie sich den Schild mit Pfeilen spicken
und tt nur spttisch um sich blicken,
bis einer,dem die Zeit zu lang,
auf ihn den krummen Sbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut,
er trifft des Trken Pferd so gut,
er haut ihm ab mit einem Streich
die beiden Vorderf' zugleich.
Als er das Tier zu Fall gebracht,
da fat er erst sein Schwert mit Macht,
er schwingt es auf des Reiters Kopf,
haut durch bis auf den Sattelknopf,
haut auch den Sattel noch zu Stcken
und tief noch in des Pferdes Rcken;
zur Rechten sieht man wie zur Linken,
einen halben Trken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus;
sie fliehen in alle Welt hinaus,
und jedem ist's, als wrd' ihm mitten
durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.
Drauf kam des Wegs 'ne Christenschar,
die auch zurckgeblieben war;
die sahen nun mit gutem Bedacht,
was Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat's der Kaiser vernommen.
Der lie den Schwaben vor sich kommen;
er sprach: Sag an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich' gelehrt?
Der Held bedacht sich nicht zu lang:
Die Streiche sind bei uns im Schwang;
sie sind bekannt im ganzen Reiche,
man nennt sie halt nur Schwabenstreiche.




Ludwig Uhland

Biographie

Balladen und Gedichte
Abendwolken
Abreise
Am 18. Oktober 1816
Bertran de Born
Das alte, gute Recht
Das Glck von Edenhall
Das Schifflein
Das Schlo am Meere
Das versunkene Kloster
Der gute Kamerad
Der Knigssohn
Der nchtliche Ritter
Der Schmied
Der Student
Der Ungenannten
Der wackere Schwabe
Der weie Hirsch
Der berfall im Wildbad
Des Knaben Berglied
Des Sngers Fluch
Die Abgeschiedenen
Die Geisterkelter
Die Geisterkelter
Die Kapelle
Die Malve
Die neue Muse
Die sanften Tage
Die Zufriedenen
Einkehr
Entschlu
Frhlingsglaube
Fruleins Wache
Graf Eberstein
Graf Richard Ohnefurcht
Heimkehr
Hirsau
In ein Stammbuch
Inschrift
Lauf der Welt
Legende
Mailied
Nachruf
Neujahrswunsch 1817
Nchtlicher Himmel
Reisen
Ritter Paris
Romanze vom kleinen Dumling
Schwere Trume
Schfers Sonntagslied
Seliger Tod
Sonnenwende
Taillefer
Tells Tod
Trinklied
Verborgenes Leid
Von den sieben Zechbrdern
Wein und Brot
Wintermorgen
Wrttemberg
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite