Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

.Aphorismen
.Aufstze
.Erzhlungen
Das Unheimliche
Einsamkeit und Fernweh
Freundschaft
Krieg und Feindschaft
Lebensaufgaben und Selbstfindung
Liebe und Romantik
Machtmibrauch, unrechtes Handeln
Mut und Wagnis
Natur
Religion und Gtter
Soziale Not und Armut
Tod
Versuchung und Verfhrung
Wanderschaft und Reisen

Der Zauberlehrling

Johann Wolfgang von Goethe

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstrke
Tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Da, zum Zwecke,
Wasser fliee
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergiee.

Und nun komm, du alter Besen,
Nimm die schlechten Lumpenhllen!
Bist schon lange Knecht gewesen:
Nun erflle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe, -
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Da, zum Zwecke,
Wasser fliee
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergiee.

Seht, er luft zum Ufer nieder!
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser fllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!
Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen!
Ach, er luft und bringt behende!
Wrst du doch der alte Besen!
Immer neue Gsse
Bringt er schnell herein,
Ach, und hundert Flsse
Strzen auf mich ein!

Nein, nicht lnger
Kann ichs lassen:
Will ihn fassen!
Das ist Tcke!
Ach, nun wird mir immer bnger!
Welche Miene! welche Blicke!

O, du Ausgeburt der Hlle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich ber jede Schwelle
Doch schon Wasserstrme laufen.
Ein verruchter Besen, -
Der nicht hren will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Willst am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten!

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schrfe.
Wahrlich! brav getroffen! -
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Vllig fertig in die Hhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mchte!

Und sie laufen! Na und nsser
Wirds im Saal und auf den Stufen:
Welch entsetzliches Gewsser!
Herr und Meister, hr mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist gro!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

"In die Ecke,
Besen! Besen!
Seids gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister."




Balladen und Gedichte
Abschied
Abschied von der Jugend
Als ich ein Kind war
Am Strande
Am Turme
An Charlotte von Stein
An Fouqu
An Goethe, als er den Mahomet von Voltaire auf die Bhne brachte
Anfangs wollt ich fast verzagen
Archibald Douglas
Ballade
Ballade des ueren Lebens
Brief an Richard Dehmel
Das Alter
Das Glck
Das Gttliche
Das Lied vom braven Manne
Das Lied von der Glocke
Das Schlo der Vter
Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen
Der goldene Ball
Der Kaiser und der Abt
Der Mensch ist frei
Der Mutter Wiederkehr
Der neue Diogenes
Der Szekler Landtag
Der Zauberlehrling
Die alte Waschfrau
Die Knabenzeit
Die Kraniche des Ibykus
Die Schwestern
Erinnerung
Fr meine Shne
Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
Hochzeitslied
I hoed and trenched and weeded
Im Herbst
Leander und Ismene
Lebenslauf
Legende
Lied des Lebens
Manche freilich...
Mein Beruf
Mut des Verderbens
Rat einer Alten
Scheiden und Meiden
Szene aus meinen Kinderjahren
Trost
Verklrung
Vom Heidenknaben
Was ist die Welt?
Wer ist ein Mann?
Wer nie sein Brot mit Trnen a
berlass es der Zeit
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite