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Der neue Diogenes

Adelbert von Chamisso

Was pressen sich die dichten Massen
Des Volkes in den engen Raum?
Es fassen, Amiens, deine Straen
Das wogende Gedrnge kaum. -
Der Kaiser naht, der Herr der Welt;
Hebt Siegeslieder an zu singen!
Er hat der Feinde Macht zerschellt,
Er naht, den seinen Heil zu bringen!

Der Freudenrausch, der sich ergossen,
Er lt nur Einen unberhrt:
Ein Steinmetz ist's, der unverdrossen
Den Meiel und den Hammer fhrt;
Der lt den Zug vorbergeh'n
Und nicht im Tagewerk sich stren,
Als hab' er Augen nicht, zu seh'n,
Als hab' er Ohren nicht, zu hren.

Vom Ro herab bemerkt von ferne
Der Kaiser dort den rst'gen Mann;
Es reizt ihn, da er kennen lerne,
Der so vor ihm sich sondern kann.
Er hat sich ihm genaht, er fragt:
"Was schaffst du da?" - "Den Stein behauen!"
Entgegnet der, und wie er's sagt,
Er kann ihm scharf in's Antlitz schauen.

"Ich sah dich bei den Pyramiden,
Du schlugst dich gut, du warst Sergeant.
Wie kam's, dass du den Dienst gemieden,
Vergessen hier und unbekannt?"
"Ich habe meine Schuldigkeit
Getan, o Herr, zu allen Stunden,
Und ward nach ausgedienter Zeit
Von Eid und Kriegspflicht entbunden!"

"Es tut mir leid, im Heer zu missen,
Wer brav sich hielt im Kriegeslauf;
La deinen khnsten Wunsch mich wissen,
Des Kaisers Gnade sucht dich auf!" -
"Ich brauche Nichts, die Hnde mein
Gengen noch, mich zu ernhren;
La mich behauen meinen Stein
Und deiner Gnade nicht begehren."




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