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Mein Beruf

Annette von Droste-Hlshoff

Was meinem Kreise mich enttrieb,
Der Kammer friedlichem Gelasse?
Das fragt ihr mich, als sei, ein Dieb,
Ich eingebrochen am Parnasse.
So hrt denn, hrt, weil ihr gefragt:
Bei der Geburt bin ich geladen,
Mein Recht, so weit der Himmel tagt,
Und meine Macht von Gottes Gnaden.

Jetzt, wo hervor der tote Schein
Sich drngt am modervollen Stumpfe,
Wo sich der schnste Blumenrain
Wiegt ber dem erstorbnen Sumpfe,
Der Geist, ein blutlos Meteor,
Entflammt und lischt im Moorgeschwehle,
Jetzt ruft die Stunde: Tritt hervor,
Mann oder Weib, lebend'ge Seele!

Tritt zu dem Trumer, den am Rand
Entschlfert der Datura Odem,
Der, langsam gleitend von der Wand,
Noch zucket gen den Zauberbrodem.
Und wo ein Mund zu lcheln wei
Im Traum, ein Auge noch zu weinen,
Da schmettre laut, da flstre leis,
Trompetensto und West in Hainen!

Tritt nher, wo die Sinnenlust
Als Liebe gibt ihr wstes Ringen,
Und durch der eignen Mutter Brust
Den Pfeil zum Ziele mchte bringen,
Wo selbst die Schande flattert auf,
Ein lustiges Panier zum Siege,
Da rttle hart: Wach auf, wach auf,
Unsel'ger, denk an deine Wiege!

Denk an das Aug', das berwacht
Noch eine Freude dir bereitet,
Denk an die Hand, die manche Nacht
Dein Schmerzenslager dir gebreitet,
Des Herzens denk, das einzig wund
Und einzig selig deinetwegen,
Und dann knie nieder auf den Grund
Und fleh um deiner Mutter Segen!

Und wo sich trumen wie in Haft
Zwei einst so glh ersehnte Wesen,
Als hab' ein Priesterwort die Kraft
Der Banne seligsten zu lsen,
Da flstre leise: Wacht, o wacht!
Schaut in das Auge euch, das trbe,
Wo dmmernd sich Erinnrung facht,
Und dann: Wach auf, o heil'ge Liebe!

Und wo im Schlafe zitternd noch
Vom Opiat die Pulse klopfen,
Das Auge drr, und gbe doch
Sein Sonnenlicht um einen Tropfen, -
O, rttle sanft: Verarmter, senk
Die Blicke in des thers Schne,
Kos' einem blonden Kind und denk
An der Begeistrung erste Trne.

So rief die Zeit, so ward mein Amt
Von Gottes Gnaden mir gegeben,
So mein Beruf mir angestammt,
Im frischen Mut, im warmen Leben;
Ich frage nicht, ob ihr mich nennt,
Nicht frhnen mag ich kurzem Ruhme,
Doch wit: wo die Sahara brennt,
Im Wstensand, steht eine Blume,

Farblos und Duftes bar, nichts wei
Sie, als den frommen Tau zu hten
Und dem Verschmachtenden ihn leis
In ihrem Kelche anzubieten.
Vorber schlpft die Schlange scheu
Und Pfeile ihre Blicke regnen,
Vorber rauscht der stolze Leu,
Allein der Pilger wird sie segnen.




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