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Der Mensch ist frei

Clemens Brentano

Der Mensch ist frei
Er kann sein Teil sich whlen
Er kann begeistert sein
Er kann die Sterne zhlen,
Die mit des Lichtes Schein
Den ewgen Willen Gottes ihm vermhlen,
Der Mensch ist frei,
Wo herrlich eine Flamme
Des Schpfers glht,
Ob sie vom Schwerte stamme
Ob aus dem lzweig blht,
Da strzt der Geist
Wie Meerflut aus dem Damme,
Und wenn er gleich manch friedlos Werk zerreit
So keimt doch Segen aus der Zorngen Streit
Nach ewigen Gesetzen lebt die Zeit.
Und wie Gewitterwolken und die Blitze
Zur Erde niederschmettern
So auch der Krieg.
Weh wer mit feigem Witze,
Ein Obdach unter Eichen sucht vor Wettern,
Die Eiche und der Feige wird getroffen,
Was hat der Feige in der Welt zu hoffen
Er ist schon tot, er war von jeher tot
Und ewig stirbt er, sterben ist sein Leben,
Der sich entzieht dem heiligsten Gebet,
Dem wird kein Gott, kein Sieg je niederschweben.




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