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Mut des Verderbens

Ernst Moritz Arndt

Und htt' ich zehntausend Kpfe
Und trge keinen zu Haus,
Die feigen Schurken und Trpfe,
Sie machen mir's zu kraus.

Und trg' ich zehntausend Kronen,
Ich wrfe sie alle fort,
Vor allen Hhen und Thronen
Steht hchst das hohe Wort:

Das heilige Lutherzeichen,
Das schuf und trgt die Welt,
Den Listen und Griffen der Bleichen
Und Feigen zu hoch gestellt.

Ja presset mit eurer Presse,
Setzt, presset, drucket allein -
Ich kenn' eine feurige Esse,
Die schmiedet und giet auch fein.

Da sitzt der Meister der Meister,
Da schmiedet er fort und fort,
Und seine Gesellen, die Geister,
Die blasen und schaffen am Wort.

Die schmieden und gieen die Lettern
Und streun sie lustig umher
Und sammeln zu Donnerwettern
Ihr leichtgeflgeltes Heer.

Doch weit ber Hren und Sehen
Glnzt Narren die blitzende Schrift;
Drum donnert, ihr Mchte der Hhen,
Und schleudert Blitz, welcher trifft!

Und sammelt ihr auch die Lettern
Zu einem Vernichtungsspruch,
Und mu ich mit in den Wettern,
Ich lebte und liebte genug.




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