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Einen Sommer lang

Detlev von Liliencron

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Fhrt ein schmaler Gang;
Ses, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.

Wenn wir uns von ferne sehen,
Zgert sie den Schritt,
Rupft ein Hlmchen sich im Gehen,
Nimmt ein Blttchen mit.

Hat mit hren sich das Mieder
Unschuldig geschmckt,
Sich den Hut verlegen nieder
In die Stirn gerckt.

Finster kommt sie langsam nher,
Frbt sich rot wie Mohn;
Doch ich bin feiner Spher,
Kenn die Schelmin schon.

Noch ein Blick in Weg und Weite,
Ruhig liegt die Welt,
Und es hat an ihre Seite
Mich der Sturm gesellt.

Zwischen Roggenfeld und Hecken
Fhrt ein schmaler Gang;
Ses, seliges Verstecken
Einen Sommer lang.




Detlev von Liliencron

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