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Mondlicht

Theodor Storm

Wie liegt im Mondenlichte
Begraben nun die Welt;
Wie selig ist der Friede,
Der sie umfangen hält!

Die Winde müssen schweigen,
So sanft ist dieser Schein;
Sie säuseln nur und weben
Und schlafen endlich ein.

Und was in Tagesgluten
Zur Blüte nicht erwacht,
Es öffnet seine Kelche
Und duftet in die Nacht.

Wie bin ich solchen Friedens
Seit lange nicht gewohnt!
Sei du in meinem Leben
Der liebevolle Mond!




Theodor Storm

Biographie

Balladen und Gedichte
1864
Abends
Abschied
Abschied
Abseits
Agnes
Am Aktentisch
An Agnes Preller
An die Freunde
Aus der Marsch
Beginn des Endes
Das Harfenmädchen
Die Nachtigall
Die Stadt
Ein grünes Blatt
Für meine Söhne
Gräber in Schleswig
Hyazinthen
Im Zeichen des Todes
In Sophies Album
Juli
Knecht Ruprecht
Meeresstrand
Meeresstrand
Mondlicht
Nimm dich in acht!
Rote Rosen
Schlaflos
Schließe mir die Augen beide
Trost
Von Katzen
Weihnachtsabend
Weihnachtslied
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