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Manche freilich...

Hugo von Hofmannsthal

Manche freilich mssen drunten sterben,
Wo die schweren Ruder der Schiffe streifen.
Andre wohnen bei dem Steuer droben,
Kennen Vogelflug und die Lnder der Sterne.

Manche liegen immer, mit schweren Gliedern
Bei den Wurzeln des verworrenen Lebens,
Andern sind die Sthle gerichtet
Bei den Sibyllen, den Kniginnen,
Und da sitzen sie wie zu Hause,
Leichten Hauptes und leichter Hnde.

Doch ein Schatten fllt von jenen Leben
In die anderen Leben hinber,
Und die leichten sind an die schweren
Wie an Luft und Erde gebunden:

Ganz vergessener Vlker Mdigkeiten
Kann ich nicht abtun von meinen Lidern,
Noch weghalten von der erschrockenen Seele
Stummes Niederfallen ferner Sterne.

Viele Geschicke weben neben dem meinen,
Durcheinander spielt sie alle das Dasein,
Und mein Teil ist mehr als dieses Lebens
Schlanke Flamme oder schmale Leier.




Hugo von Hofmannsthal

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