Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

Arndt, Ernst Moritz
Arnim, Achim von
Brentano, Clemens
Browning, Robert
Busch, Wilhelm
Brger, Gottfried August
Chamisso, Adelbert von
Droste-Hlshoff, Annette von
Eichendorff, Joseph von
Ernst, Otto
Fontane, Theodor
Gerhardt, Paul
Goethe, Johann Wolfgang von
Grillparzer, Franz
Hagedorn, Friedrich von
Hebbel, Friedrich
Heine, Heinrich
Herder, Johann Gottfried von
Hofmannsthal, Hugo von
Housman, A.E.
Hlty, Ludwig Heinrich Christoph
Keats, John
Keller, Gottfried
Kraus, Karl
Liliencron, Detlev von
Meyer, Conrad Ferdinand
Mnchhausen, Brries Frhr. von
Mrike, Eduard
Ringelnatz, Joachim
Schiller, Friedrich
Storm, Theodor
Uhland, Ludwig
Weckherlin, Georg Rodolf
Zur�ck zu den Suchergebnissen

Seefahrt

Johann Wolfgang von Goethe

Lange Tag' und Nchte stand mein Schiff befrachtet;
Gnstger Winde harrend, sa mit treuen Freunden,
Mir Geduld und guten Mut erzechend,
Ich im Hafen.

Und sie waren doppelt ungeduldig:
Gerne gnnen wir die schnellste Reise,
Gern die hohe Fahrt dir; Gterflle
Wartet drben in den Welten deiner,
Wird Rckkehrendem in unsern Armen
Lieb und Preis dir.

Und am frhen Morgen wards Getmmel,
Und dem Schlaf entjauchzt uns der Matrose,
Alles wimmelt, alles lebet, webet,
Mit dem ersten Segenshauch zu schiffen.

Und die Segel blhen in dem Hauche,
Und die Sonne lockt mit Feuerliebe;
Ziehn die Segel, ziehn die hohen Wolken,
Jauchzen an dem Ufer alle Freunde
Hoffnungslieder nach, im Freudetaumel
Reisefreuden whnend, wie des Einschiffmorgens,
Wie der ersten hohen Sternennchte.

Aber gottgesandte Wechselwinde treiben
Seitwrts ihn der vorgesteckten Fahrt ab,
Und er scheint sich ihnen hinzugeben,
Strebet leise sie zu berlisten,
Treu dem Zweck auch auf dem schiefen Wege.

Aber aus der dumpfen grauen Ferne
Kndet leise-wandelnd sich der Sturm an,
Drckt die Vgel nieder aufs Gewsser,
Drckt der Menschen schwellend Herz darnieder;
Und er kommt. Vor seinem starren Wten
Streckt der Schiffer klug die Segel nieder,
Mit dem angsterfllten Balle spielen
Wind und Wellen.

Und an jenem Ufer drben stehen
Freund' und Lieben, beben auf dem Festen:
Ach, warum ist er nicht hier geblieben!
Ach, der Sturm! Verschlagen weg vom Glcke!
Soll der Gute so zugrunde gehen?
Ach, er sollte, ach, er knnte! Gtter!

Doch er stehet mnnlich an dem Steuer:
Mit dem Schiffe spielen Wind und Wellen,
Wind und Wellen nicht mit seinem Herzen.
Herrschend blickt er auf die grimme Tiefe
Und vertrauet, scheiternd oder landend,
Seinen Gttern.




Johann Wolfgang von Goethe

Biographie

Balladen und Gedichte
An Charlotte von Stein
An den Mond
An Schwager Kronos
Auf dem See
Ballade
Begnstigte Tiere
Buch der Liebe
Das Gttliche
Das Schreien
Das Sonett
Das Veilchen
Der Erlknig
Der Fischer
Der Gott und die Bajadere
Der Klner Mummenschanz
Der Knig von Thule
Der Schatzgrber
Der Strau, den ich gepflcket
Der Totentanz
Der untreue Knabe
Der Zauberlehrling
Die Braut von Korinth
Eins und Alles
Gefunden
Gingo biloba
Heidenrslein
Katzenpastete
Legende
Mailied
Meine Ruh' ist hin
Mignon
Mit Elsheimers Morgen
Mchtiges berraschen
Mrz
Novemberlied
Nhe des Geliebten
Osterspaziergang
Rezensent
Rtsel
Seefahrt
Selige Sehnsucht
Trmerlied
Urworte. Orphisch
Venezianische Epigramme
Vermchtnis
Wanderers Nachtlied (II)
Wehmut
Wer nie sein Brot mit Trnen a
Zum neuen Jahr
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite