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Das Sonett

Johann Wolfgang von Goethe

Sich in erneutem Kunstgebrauch zu ben,
Ist heilge Pflicht, die wir dir auferlegen.
Du kannst dich auch, wie wir, bestimmt bewegen
Nach Tritt und Schritt, wie es dir vorgeschrieben.

Denn eben die Beschrnkung lt sich lieben,
Wenn sich die Geister gar gewaltig regen;
Und wie sie sich denn auch gebrden mgen,
Das Werk zuletzt ist doch vollendet blieben.

So mcht ich selbst in knstlichen Sonetten,
In sprachgewandter Mhe khnem Stolze,
Das Beste, was Gefhl mir gbe, reimen;

Nur wei ich hier mich nicht bequem zu betten.
Ich schneide sonst so gern aus ganzem Holze,
Und mte nun doch auch mitunter leimen.

* * *

Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen
Und haben sich, eh man es denkt, gefunden;
Der Widerwille ist auch mir verschwunden,
Und beide scheinen gleich mich anzuziehen.

Es gilt wohl nur ein redliches Bemhen!
Und wenn wir erst in abgemenen Stunden
Mit Geist und Flei uns an die Kunst gebunden,
Mag frei Natur im Herzen wieder glhen.

So ists mit aller Bildung auch beschaffen:
Vergebens werden ungebundne Geister
Nach der Vollendung reiner Hhe streben.

Wer Groes will, mu sich zusammenraffen;
In der Beschrnkung zeigt sich erst der Meister,
Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.




Johann Wolfgang von Goethe

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