Balladen und Gedichte Songtexte und Volkslieder Wissen und Forschung Suche und Links
Autoren
Themen
Lnder

.Aphorismen
.Aufstze
.Erzhlungen
Das Unheimliche
Einsamkeit und Fernweh
Freundschaft
Krieg und Feindschaft
Lebensaufgaben und Selbstfindung
Liebe und Romantik
Machtmibrauch, unrechtes Handeln
Mut und Wagnis
Natur
Religion und Gtter
Soziale Not und Armut
Tod
Versuchung und Verfhrung
Wanderschaft und Reisen

Bertran de Born

Ludwig Uhland

Droben auf dem schroffen Steine
Raucht in Trmmern Autafort,
Und der Burgherr steht gefesselt
Vor des Knigs Zelte dort:
"Kamst du, der mit Schwert und Liedern
Aufruhr trug von Ort zu Ort,
Der die Kinder aufgewiegelt
Gegen ihres Vaters Wort?

Steht vor mir,der sich gerhmet
In vermener Prahlerei:
Da ihm nie mehr als die Hlfte
Seines Geistes ntig sei?
Nun der halbe dich nicht rettet,
Ruf den ganzen doch herbei,
Da er neu dein Schlo dir baue,
Deine Ketten brech entzwei!"

"Wie du sagst, mein Herr und Knig!
Steht vor dir Bertran de Born,
Der mit einem Lied entflammte
Perigord und Ventadorn,
Der dem mchtigen Gebieter
Stets im Auge war ein Dorn,
Dem zuliebe Knigskinder
Trugen ihres Vaters Zorn.

Deine Tochter sa im Saale,
Festlich, eines Herzogs Braut,
Und da sang vor ihr mein Bote,
Dem ein Lied ich anvertraut,
Sang, was einst ihr Stolz gewesen,
Ihres Dichters Sehnsuchtlaut,
Bis ihr leuchtend Brautgeschmeide
Ganz von Trnen war betaut.

Aus des lbaums Schlummerschatten
Fuhr Dein bester Sohn empor,
Als mit zorngen Schlachtgesngen
Ich bestrmen lie sein Ohr.
Schnell war ihm das Ro gegrtet,
Und ich trug das Banner vor,
Jenem Todespfeil entgegen,
Der ihn traf vor Montforts Tor.

Blutend lag er mir im Arme;
Nicht der scharfe, kalte Stahl -
Da er sterb in deinem Fluche,
Das war seines Sterbens Qual.
Strecken wollt er dir die Rechte
ber Meer, Gebirg und Tal,
Als er deine nicht erreichet,
Drckt er meine noch einmal.

Da, wie Autafort dort oben,
Ward gebrochen meine Kraft;
Nicht die ganze, nicht die halbe
Blieb mir, Saite nicht, noch Schaft.
Leicht hast du den Arm gebunden,
Seit der Geist mir liegt in Haft;
Nur zu einem Trauerliede
Hat er sich noch aufgerafft."

Und der Knig senkt die Stirne:
"Meinen Sohn hast du verfhrt,
Hast der Tochter Herz verzaubert,
Hast auch meines nun gerhrt.
Nimm die Hand, du Freund des Toten!
Die, verzeihend, ihm gebhrt.
Weg die Fesseln! Deines Geistes
Hab ich einen Hauch versprt."




Balladen und Gedichte
's ist Mitternacht
(Aphorismen) Tod und Sterben
Adelstan und Rschen
Akton
Altes Lied
Am letzten Tag des Jahres
An den Tod
An dich
Ausgang
Ballade
Barbara Allen
Bertran de Born
Chor der Toten
Das Alter
Das kalte Liebchen
Das Kind
Das tote Kind
Dein Schwert, wie ist's von Blut so rot
Der Blitzzug
Der Feuerreiter
Der Graf von Thal
Der Knig von Thule
Der schne Tag
Der sterbende Soldat
Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Kln
Der Todesengel
Der Totentanz
Der zauberische Spielmann
Des Pfarrers Tochter von Taubenhain
Die Braut von Korinth
Die Brautfahrt
Die Hochzeitsnacht
Die Kindsmrderin
Die Nonne
Die sanften Tage
Die schlimme Gret und der Knigssohn
Die Stiftung Cappenbergs
Die traurige Krnung
Die zwei Raben
Ein Bauerngrab
Ein Fischer sa im Kahne
Ein Schwurgedicht
Einer Toten
Elegie auf einen Stadtkirchhof
Freiheit
Grablied
Ich kenn ein Haus, ein Freudenhaus
Im Zeichen des Todes
Jammertal
John Maynard
Lass ruh'n die Toten
Legende vom toten Soldaten
Lenore
Letzte Heimkehr
Lore Lay
Maria und Bothwell
Meine Grablegung
Meine Grber
Meine Toten
Passionslied
Poetentod
Requiem
Silvesternacht
Tod in hren
Tod und Dichter
Todtengrberlied
Vaterlandslied
Wer wei wo
Wo Bismarck liegen soll
Zwei Soldatenlieder
Impressum   Kontakt




Magento Freelancer aus Köln Balladen.de - Startseite