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Hymnus an den Mond

Ludwig Heinrich Christoph Hlty

Freundlich ist deine Stirn', helles Auge der Nacht,
Wei bekleideter Mond, lchelnd ist deine Wang',
Holder Wolkenbewandler,
Der die silberne Fackel schwingt.

Ruhe hpfet dir vor. Wie der Pflger frohlockt,
Wie der Schnitter frohlockt, wenn er hinter dem Hain,
Dich, am Saume des Himmels,
Mit der blinkenden Kerze sieht!

Frlich wandelt er heim, mit der Sichel am Arm,
Singet ein Schnitterlied. Du beflimmerst inde
Seine blitzende Sichel,
Seinen nickenden Aerntestraus.

Rthlicht ist deine Wang', purpurfarben dein Kleid,
Wenn du, Rosen ums Haar, deine Grotte verlt,
Und den stlichen Himmel,
Mit der Miene voll Lcheln, besteigst.

Silberfarben dein Kleid, wenn du vom hohen Gewlb'
Deines Himmels, die Stadt und das Drfchen beschaust,
Das ein nickendes Wldchen
In die wirthlichen Arme schlingt.

Du bist reizend, o Mond, wenn du, lchelnder Gott,
Durch das blaue Gefild, im Gewande von Licht,
Deine Tritte beflgelst
Und die Sume der Schatten frbst.

Minder reizend, doch schn, wenn du hinter dem Schirm
Regnichter Wolken stehst, und den sinkenden Kranz
Von verfrbten und welken
Blumen um deine Schlfe webst.

Welch ein freundlicher Gott! Wie er sein Fackellicht
Unter die Schatten des Hains und der Gestruche mengt,
Wie er den silbernen Teppich
Ueber die Scheiteln der Hgel wirft!

Wie er vom Himmel herab sich im Bache besieht,
Manchen goldenen Streif auf die Gewer malt,
Manches goldene Sternchen
Auf die hpfenden Wellen streut!

Welch ein wohlthtiger Gott! Znde die Fackel an,
Ruft der liebende Hirt, leuchte mich durch den Wald,
Wo mein reizendes Mdchen
Meinen Schritten entgegen lauscht.

Znde die Fackel an, fleht das Mdchen, o Mond,
Und beglnze den Pfad, wo mein Geliebter irrt;
Und du zndest die Fackel
Hinter dem Kranze von Hgeln an.

Frlicher wandelt er nun durch das krause Gebsch,
Welches dein Licht verbrmt, durch den dmmernden Hain,
Seinem Mdchen entgegen,
Das beym Lispeln des Baches sitzt.

Immer reizest du mich, freundliches Auge der Nacht,
Wenn du dem Ost entsteigst, und im rothen Gewand
Hinter dem Walde hervorgehst,
Oder im grauenden Westen sinkst.

Immer reizest du mich, wenn du durch das Geweb',
Das der Lindenbaum webt, lchelnde Blicke wirfst,
Oder Edelgesteine
Ueber die blendende Schneeflur streust.

Schon als hpfender Knab', ehe der Bardenkunst
Funken in mir entglomm, sa ich am Wiesenbach,
Und beschaute dein Antlitz
Mit verschlingenden Wonneblick.

Wie romantisch die Flur meinen Blicken erschien!
Elfen, mit Veilchen bekrnzt, tanzeten Reihentanz
Durch die silberbesumten
Wankenden Schatten des Eichenhains.

Sie bemalten die Flur mit dem heitersten Grn,
Goen, mit kleiner Hand, Perlen und Silberstaub
In die Locken der Blumen,
Und entfalteten ihre Brust.

Heller blinkte der Mond! Schauer ergriff mein Haar,
Klopfte mit leisem Schlag an mein jugendlich Herz.
Mitternacht sank indeen
Auf den schlummernden Eichenhain.




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