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Abendlied

Ernst Moritz Arndt

Der Tag ist nun vergangen,
Und dunkel schlft die Welt,
Die hellen Sterne prangen
Am blauen Himmelszelt;
Nur in den grnen Zweigen
Singt noch die Nachtigall,
Im weiten, tiefen Schweigen
Der einz'ge Lebensschall.

Ich aber, Vater, stehe
In meiner Httenthr
Und schau' hinauf zur Hhe
Und schau' hinauf zu dir;
Wie gerne mgt' ich klingen
Als helle Nachtigall,
Dir Preis und Dank zu bringen
Mit tiefem Schmerzenschall.

Ja, mit dem Schall der Schmerzen:
Denn geht die Nacht herauf,
So springt in meinem Herzen
Ein Quell der Thrnen auf,
Der Thrnen und der Klagen -
Du, Vater, weit es best,
Was singen nicht und sagen,
Was sich nicht sprechen lt.

Du kennest meinen Kummer,
Der auf gen Himmel blickt,
Wann fr den sen Schlummer
Die ganze Welt sich schickt,
Womit so schwer beladen
Mein Herz nach oben schaut,
Nach deinem Born der Gnaden,
Der Labsal nieder thaut.

Ja, deine se Liebe
Die trstet mir den Schmerz,
Ja, deine se Liebe
Die stillet mir das Herz,
Die lst in heien Thrnen
Das Eis des Busens auf
Und stellet Sinn und Sehnen
Zum hohen Sternenlauf.

O la' mich ewig schauen
Im stillen Kindersinn
Zu jenen gldnen Auen,
Woher ich kommen bin!
O richte Herz und Sinne,
Mein Vater, fr und fr
Zu deiner sen Minne,
Zum Himmel hin, zu dir.

So mag ich froh mich legen
Nun mit der Welt zur Ruh',
Mein Amen und mein Segen,
Mein Wchter das bist du;
So mag in deinem Frieden
Ich frhlich schlafen ein,
Dort oben und hienieden,
Im Schlaf und Wachen dein.

1818




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