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Martinslieder
Ein armer alter Bettler
Ein armer Mann, ein armer Mann
Ein Bettler saß im kalten Schnee
Eine feste Burg ist unser Gott
Ich geh mit meiner Laterne
Ich geh’ mit meiner Laterne
Kleines Fräulein, kleiner Mann
Lasst uns froh und munter sein
Laterne, Laterne
Martin ist ein guter Mann
Martin ist ein Reitersmann
Martin war ein frommer Mann
Reicher Mann
Sankt Martin
Sei gegrüßt, Sankt Martin, Gottesmann
St. Martin ist ein Reiter
St. Martin mit viel Rittersleut
Sünte Martins Vöggelken
Und wieder ist Sankt Martinstag
Vom Teilen


Eine feste Burg ist unser Gott

Martin Luther, 1483-1546

1.Ein' feste Burg ist unser Gott,
Ein gute Wehr und Waffen;
Er hilft uns frei aus aller Not,
Die uns jetzt hat betroffen.
Der alt' böse Feind,
Mit Ernst er's jetzt meint,
Groß' Macht und viel List
Sein' grausam' Rüstung ist,
Auf Erd' ist nicht seinsgleichen.

2. Mit unsrer Macht ist nichts getan,
Wir sind gar bald verloren;
Es streit' für uns der rechte Mann,
Den Gott hat selbst erkoren.
Fragst du, wer der ist?
Er heißt Jesu Christ,
Der Herr Zebaoth,
Und ist kein andrer Gott,
Das Feld muß er behalten.

3. Und wenn die Welt voll Teufel wär
Und wollt uns gar verschlingen,
So fürchten wir uns nicht so sehr,
Es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
Wie sau'r er sich stellt,
Tut er uns doch nichts,
Das macht, er ist gericht',
Ein Wörtlein kann ihn fällen.

4. Das Wort sie sollen laßen stahn
Und kein'n Dank dazu haben;
Er ist bei uns wohl auf dem Plan
Mit seinem Geist und Gaben.
Nehmen sie den Leib,
Gut, Ehr', Kind und Weib:
Laß fahren dahin,
Sie haben's kein' Gewinn,
Das Reich muß uns doch bleiben.




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