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Theorie der Ballade

Der Begriff
In Deutschland erhlt das Wort "Ballade" seit dem 16. Jahrhundert die Bedeutung "Tanzlied", dieses Lied beinhaltet eine Erzhlung in Liedform. Parallel zum Begriff der Ballade hat sich in Deutschland der Terminus "Romanze" eingebrgert. Eine Romanze bedeutet ein episches, volkstmliches meist erzhlendes Lied. Der Begriff Romanze entspringt dem Spanischen "romance". Romanze und Ballade werden daher lange Zeit synonym verwendet. Heute versucht man die Begriffe zu trennen, indem man Romanzen einen "komischen" Charakter unterstellt und im Kontrast dazu den Balladen eher den dsteren, ernsten Aspekt.

Der Inhalt
Es existiert keine einheitliche Definition der Ballade. Sie wird entweder ber ihren Inhalt oder ber ihre formalen Aspekte beschrieben. Meist wird in der Ballade eine dstere, tragische Grundstimmung festgestellt. Dies bezieht sich v.a. auf naturmagische, totenmagische oder Schauerballaden. Weitere Formen der Ballade, die weniger eine dstere Grundstimmung aufweisen, sind die Schicksals- oder Heldenballaden. In diesen Balladen werden die Protagonisten durch unheimliche Mchte bedroht. Der Mensch steht im Mittelpunkt, er befindet sich in Auseinandersetzung mit der Welt um ihn herum.

Die Gattung
Der Begriff der Gattung wird heute sowohl als Ober- als auch als Unterbegriff verwendet. Verwendet man "Gattung" als Oberbegriff, so meint man die Grundmglichkeiten dichterischer Gestaltung (Lyrik, Epik, Drama). Als Unterbegriff bezeichnet der Gattungsbegriff Unterarten der Dichtung (Lied, Ode, Elegie, Hymne, etc.). Goethe sah in der Ballade das "Ur-Ei" der Dichtung, da in der Ballade die spter getrennten Gattungen Lyrik, Epik und Drama noch vereint waren.

Die Ballade findet in allen drei Gattungsoberbegriffen ihren Platz, wird jedoch primr der Lyrik zugesprochen.

Lyrik: (von Lyra, Leier - Saiteninstrument) hat ihren Ursprung in der Musik. Mittels Sprache wird Rhythmus erzeugt. Es handelt sich um Gedichte fester Bauart. Unterschieden werden dabei germanisch-deutsche, romanische und antike Gedichtformen. Hier sollen nur die Germanisch-Deutschen Formen dargestellt werden, um aufzuzeigen, wo die Ballade einzuordnen ist.



Epik: erzhlende Gattung, zur Epik zhlen Mrchen, Sagen, Legenden, Schwank, Anekdote, Geschichte, Erzhlung, Kurzgeschichte, Epos, Volksbuch und Roman.

Drama: (gr. Handeln) ist die Darstellung eines Geschehens in dichterischer Form durch einen Rollentrger




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