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Reim und Metrum

Reim
Reim ist der Gleichklang von Wrtern ab dem letzten betonten Vokal. Ungeklrt ist die Etmylogie (Herkunft) des Wortes. Mgliche Ursprnge sind: lat. ryhthmus, frz. rime. Reim, im heutigen Wortverstndnis fr Endreim, wird seit dem Barok verwendet. Der Reim stellt eine Methode zur Strukturierung des Versbaus dar, ist jedoch kein Merkmal fr ein Gedicht, gerade moderne Gedichte sind reimlos.

Reimformen sind:
  • Endreim: Endung der Verszeile auf die gleiche Silbe - Bsp: geben / nehmen
  • Stabreim/Alliteration: Wrter innerhalb einer Verszeile beginnen gleich oder hnlich - Bsp: Die Woge wogt, es wallt die Quelle
  • Binnenreim: auch "innerer Reim", da ein Reim innerhalb eines Verses vorliegt: Wrter einer Verszeile beinhalten die gleiche Silbe - Bsp: Sie blht und glht und leuchtet

Unter einem Reim versteht man zudem den Gleichklang von Silben am Ende der Verszeile. Dabei unterscheidet man die Anordnung der reimenden Silben/Wrter am Zeilenende:

Paarreim -- aa bb -- lteste Form des Endreims, zwei aufeinanderfolgende Verse reimen sich miteinander
Kreuzreim -- ab ab -- Die Wrter reimen sich in der bernchsten Zeile
Umschlieender Reim -- ab ba -- auch: umarmender Reim, in einer Vierergruppe von Zeilen wird das Reimpaar der 2. und 3. Zeile von dem der 1. und 4. Zeile umschlossen

Reiner Reim:
wenn die Versenden zweier reimender Verszeilen gleich, bzw. identisch sind, spricht man von einem Reinen Reim. Die Gleichheit setzt dabei bei dem letzten betonten Vokal ein und bezieht sich nur auf die Aussprache, nicht auf die Schreibweise.
Beispiel: verloren // geboren oder: Morgenland // gesandt

Unreiner Reim:
hrbare Unterschiede im Reim, die eine lautliche Abweichung im Reimschema darstellen.
Beispiel: Haus // schaust oder sprieen // gren

Metrum
Metrik - griech. = "Kunst des Messens". Die Verslehre stellt eine Erfassung der relevanten und strukturbildenden Regularien der Verssprache dar.

Die Metrik beinhaltet die Elemente: Versfu, Metrum, Versma, Rhythmus, Pausen, Strophen und Reim.

Metrum ist der Sprechrythmus - also die Abfolge von betonten und unbetonten Silben.

Die Sequenz von betonten und unbetonten Silben wird als Metrum bezeichnet. Die Aufeinanderfolge von Metren ergeben das Versma der Verszeile oder der Strophe.

Betonte und unbetonte Silben werden durch Zeichen kenntlich gemacht:
betonte Silbe = Hebung der Stimme = `X
unbetonte Silbe = Senkung der Stimme = X
Ich wei nicht, was soll es be deu ten
X `X X X `X X X `X X

Die Arten der Betonung werden ebenfalls unterschieden.

Jambus: unbetont - betont
Trochus: betont - unbetont
Daktylus: betont - unbetont - unbetont
Anapst: unbetont - unbetont - betont

Kadenz
lat. = Fallen. Kadenz ist die Betonung des Versendes auf eine betonte (Hebung der Stimme, Komma) oder unbetonte (Senkung der Stimme, Punkt) Silbe. Bei einem betonten Ende spricht man von einem mnnlichen Versende, bei einem unbetonten, zweisilbigen dementsprechend von einem weiblichen. Bei der Interpretation einer Ballade ist zu beachten, da die Versenden unterschiedlich kombiniert werden knnen:
ausschlielich mnnlich oder weiblich
abwechselnd nach jedem 1., 2. 3. etc. Vers
oder strophenweise.




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