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Es freit' ein wilder Wassermann
Es waren zwei Knigskinder


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Der Wassermann

"O Mutter, guten Rat mir leiht,
Wie soll ich bekommen das schne Maid?"

Sie baut ihm ein Pferd von Wasser klar,
Und Zaum and Sattel von Sande gar.

Sie kleidet ihn an zum Ritter fein,
So ritt er Marienkirchhof hinein.

Er band sein Pferd an die Kirchentr,
Er ging um die Kirch dreimal und vier.

Der Wassermann in die Kirch ging ein,
Sie kamen um ihn, gro und klein.

Der Priester eben stand vorm Altar:
"Was kommt fr ein blanker Ritter dar."

Das schne Mdchen lacht in sich:
"O wr der blanke Ritter fr mich!"

Er trat ber einen Stuhl und zwei:
"O Mdchen gib mir Wort und Treu."

Er trat ber Sthle drei und vier:
"O schnes Mdchen zieh mit mir."

Das schne Mdchen die Hand ihm reicht:
"Hier hast meine Treu, ich folg dir leicht."

Sie gingen hinaus mit Hochzeitsschaar,
Sie tanzten freudig und ohn Gefahr.

Sie tanzten nieder bis an den Strand,
Sie waren allein jetzt Hand in Hand.

"Halt, schnes Mdchen, das Ro mir hier!
Das niedlichste Schiffchen bring ich dir."

Und als sie kamen auf'n weien Sand,
Da kehrten sich alle Schiffe zu Land.

Und als sie kamen auf den Sund,
Das schne Mdchen sank zu Grund.

Noch lang hrten am Lande sie,
Wie das schne Mdchen im Wasser schrie.

Ich rat euch, Jungfern, was ich kann:
Geht nicht in Tanz mit dem Wassermann.




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