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Papier, Papier ...

Geschrieben von: Dieter Drobisch

Wie gut bekannt, ist unsre Welt
von morgens bis zum Schlafen
fast völlig auf Papier gestellt,
man lässt die Wälder strafen.

Man stell’ sich vor, es gäb’ es nicht,
das Weise, Dünne, Feine !
Dann schrieb’ der Autor dies Gedicht
mit Griffeln auf die Steine.

And’res Thema : Nehmt das Essen.
Früher war es doch wohl Brauch
alles sehr direkt zu fressen,
gleich vom Baume in den Bauch.

Heute ist Papier dazwischen,
mit dem Zellstoff kam Kultur.
Es ist ein Bilderbuch auf Tischen.
Wenn gespeist wird, staunt man nur !

Wenn Käse ohne Tüte wär,
so gänzlich nackt im Freien,
da stänk’ er fleißig hin und her
und würd’ uns nicht erfreuen.

Das ist nicht gut, drum braucht man sie,
die Tüten für die Nahrung.
Leider sind sie wirklich nie
die reine Offenbarung.

Da wickelt man gleich viermal ein
was weder läuft noch stinkt.
Es muss auch stets mit Werbung sein,
Man braucht ja Müll, ganz unbedingt.

Jede Werbung will dein Bestes,
jede Werbung will dein Geld.
Sie beraubt dich deines Restes,
mit Papier wird’s angestellt.

Manche Zeitung füllt die Blätter
mit Banalem, bunt und schrill.
Oftmals bleibt es nur das Wetter
was man darin lesen will.

Mit Papier macht man auch Kriege.
Unter „man“ versteh’ ich hier,
die mit wohlversteckter Lüge
Hass entfachen auf Papier !

Jetzt stellt euch mal die Ämter vor,
sie wären ohne Akten !
Dann gäb’s den Cent mit Trauerflor
und zum Schröpfen keine Fakten.

Für jedes Ding hat seinen Schein,
bedruckt von vorn und hinten.
Man tritt damit ins Leben ein
und muss mit ihm verschwinden.

Sonst zählt man nicht als Menschenkind,
ist völlig ohne Nummer.
Wenn einst die Wälder alle sind,
beginnt erst mal der Kummer !

Wohin mit „Name“ und „Geschlecht“ ?
Wie Menschen unterscheiden ?
Papier ist doch nicht völlig schlecht,
man kann’s nicht ganz vermeiden.

Von der Notdurft bis zur Politik,
Papier in tausend Formen.
Wann kommt nun bloß Vernunft zurück ?
Die Welt braucht harte Normen.

Das Papier wird erst zum Segen,
liegt’s beim Denker auf dem Tisch !
Solche, die die Welt bewegen :
Denkt an Goethe, denkt an mich !

diedro 02 /95




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