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Des Kindes Erlösung

Geschrieben von: Eleonore Görges

Und vor der Madonna, da kniete das Kind,
ihr war ihr junges Herz gar so schwer,
von der Mutter verlassen, sie ging tränenblind
und sagte ihr, dass sie käm‘ nimmer mehr.

Der Vater ein Trinker, die Last war zu groß,
zu schwach war’n der Mutter Knochen,
die Arbeit zu schwer, zu hart dieses Los,
Körper und Seele waren fast schon zerbrochen.

„So nimm mich doch mit dir“ – flehte das Kind,
„es ist mir unmöglich, werd selbst hungern müssen“,
sagte die Mutter und eilte geschwind,
heiße Tränen flossen in des Kindes Kissen.

So geschah es vor etlichen Wochen schon,
ausgezehrt war die Kleine in Seele und Herz,
abgemagert der Körper der kleinen Person,
todmüde war sie, ihr Leben nur Schmerz.

Der Vater war täglich betrunken nur,
er hörte ihr Jammern und Klagen nicht,
von ihrer Not sah er nicht die geringste Spur,
sah nie ihr ständig verweintes Gesicht.

Vereinsamt das Kind, dem Tode schon nah,
aus Verzweiflung in sich selbst verschlossen,
niemand da, der ihr großes Herzeleid sah,
Tränen nur still aus den Augen flossen.

Da kam die Madonna ihr in den Sinn,
die lange wohl schon in der Kammer steht,
Sehnsucht nach der Mutter zog die Kleine da hin,
zu ihr, die ewig ihr Kind bei sich trägt.

„Madonna, du heilige Mutter, hör zu,
du hältst dein Kind, drückst fest es ans Herz,
meine Mutter ist fort, sucht woanders die Ruh,
überließ mich allein meiner Angst, meinem Schmerz.“

„Ach Mutter, du heilige Mutter mein“,
- eine kleine Träne betrat ihre Wange -
„so nimm mich doch zu dir, lass bei dir mich sein,
dann ist um den Tod mir nicht bange.“

Des Kindes Kummer die Madonna erspürte,
ihr kleines, zerrissenes Seelenkleid,
und als die Kleine sie gar mit dem Finger berührte,
ward ihre Seele zum Buch, geschrieben von Leid.
Da rief die Madonna die Engelschar an,
zu erlösen das Kind von dem Leid,
sie kamen und trugen die Kleine alsdann,
lächelnd in eine bessere Zeit.

© Eleonore Görges
07.02.2010




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