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Zorro

Geschrieben von: Johannes Schmid

Don Diego von Caldera,
weit bekannt als Geck
und Feingeist,
grad´ zurück nach langer Zeit
aus dem spanischen Kastilien,
muss erfahren,
dass sein Vater
eingekerkert vom Tyrannen
und sein Volk geknechtet war.

Der Tyrann hat ihm genommen
fast all sein Gut und all sein Gold.
Nur die alte Hazienda
und des Vaters treue Peons
sind geblieben Don Diego.

Als er schritt zu dem Alkalden,
ihm zu klagen jene Untat,
einzufordern von ihm recht’ Gericht,
muss er Hohn und Spott ertragen,
doch sein Recht bekommt er nicht.

Denn natürlich war der Richter
Ein Verwandter des Tyrannen,
und so musste Don Diego
gramvoll seiner Wege gehen.

Und zu Hause angekommen,
neues Leid er dort erblickt,
denn Esperanza, seine Freundin,
ist ganz fürchterlich geknickt.

Und sie klagt ihm neue Untat
weinend hinter schwarzem Schleier.
Denn Rodriguez, der Verruchte,
des Alkalden jüngster Sohn,
hab’ sie mit Gewalt umfangen,
gewaltsam einen Kuss geraubt.

Doch die Schwester des Alkalden
Fällt ins Wort ihr und sie geifert:
„Nicht ungerecht war’s sie zu küssen,
hat’s ihr Blick doch frech gefordert.
Hold wird sie dem Neffen sein,
und gar bald wird sie Senora seines Hauses,
seiner Kinder Mutter sein.

Ihr Senor mögt Euch wohl hüten,
mit ihm Ehrenhändel zu suchen.
Männern nur dies Recht gebührt,
die aus edlem Hause stammen
und die flink den Degen führen.
Bleibet Ihr nur bei den Büchern,
führt Gespräche, zeigt den Damen
Eure Ponchos, Eure Fräcke !
Weichet vor dem Werk der Männer,
wenn Euch Euer Leben lieb ist.“

Esperanza hört’ es stumm,
wie die Vettel sie verleumdet,
Schande ihrem Freunde spricht.
Stumm senkt sie den Blick zur Erde,
rot wird ihr stolzes Angesicht.

Stumm bleibt auch ihr Freund Diego,
doch in den Augen lodert’s wild.

Rache fordern Stolz und Ehre,
bis die tiefe Wut gestillt.
Mancher wird es fühlen müssen,
mancher wird heut’ Nacht gekillt.

Wieselflink eilt er zum Stalle,
zäumt den Rappen wie der Wind,
schirmt sein Antlitz
mit der schwarzen Maske
und schwingt sich auf sein Pferd geschwind.
Er stößt den Degen in die Scheide,
prüft auch die Peitsche noch einmal,
schlägt links und rechts
und schreit in den Stall:
„Verflucht soll sein,
wer je uns geschändet !
Ich räch uns
Und sollt es das Letzte sein!“

Dann bricht er auf
in die finstre Nacht.
Am Morgen, da hat er sein Werk vollbracht.
Der Alkalde, der Schuft,
der Neffe, das Schwein,
er hat sie geschlagen
im Kampfe allein.

Am Baum von La Mancha
Da sieht man sie stehn.
Ihre Hinterseite ist deutlich zu sehn.
Auf jeder Backe ein rotes Zett.
Das war Zorros Rache
nach dem Festbankett.




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