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Die Folter

Geschrieben von: G. May

Noch dieses Mal, ihr wunden Hände,
durchtappt die längst zerforschten Ritzen,
ob nicht ein Ausweg, ob dies Wände
so hart, so kalt um mich geschlossen,
den Leib auf ewig zu besitzen.
Ach, durch dies welken Leib gegossen
stöhnt siech und starr nur Lähmung, nein,
nicht Kraft ist mehr, noch Tagesschein.

Hier leg ich Rechenschaft ins Schweigen,
dir Kerkertür von starren Erzen,
euch Steinen noch will ich’s bezeugen,
- kaum meiner Unschuld mehr bewusst-,
bin ich es doch, bei allen Schmerzen!
Und berstend welkt dies junge Brust,
denk ich an sie, die tränenrot
die Wangen birgt vor unsrer Not.

Da, als sie mich vom Bette schliffen,
- vom Hof, - von ihr, mich Ketzer hießen,
mich schlugen, hab ich nicht begriffen;
nicht als der Ketzermeister sprach,
nicht als sie mich in Ketten stießen
und nicht, als diese Schulter brach.
Und als sie ein Geständnis drangen,
da schwieg mein Geist an ihre Wangen.

„Sieh hin! Was hilft dein langes Leugnen?
Dies Werkzeug“, riefen sie, „verheißt
stets wahren Mund den trotz’gen Zeugen!“
Drauf keucht der Balg die Glut in Funken
und eine Zange dampfend beißt
rotleuchtend in mein Fleisch gesunken.
„Gesteh’ und spare uns dies Joch!“
Ich tat es nicht. Sie wartet doch!

Ja, Schreien, Schreien war geblieben,
bis man mein Haupt ins Wasser senkte.
Das Abendrot stand zart geschrieben,
- so zart hinter dem Gitter, ach,
als kämpfend sich mein Leib zerrenkte
und zuckend sank.- Nicht tot, nicht wach,
hieß man mich Luft, bald Wasser schlingen.
Ihr Bild ließ mich auch das bezwingen.

Nur weiß ich nicht, in diese Mauern,
welch harter Stoß mich hier verscharrte,
weiß nicht, ob Tag, ob Nächte dauern.
`S ist nur noch sie, nur ihretwillen.
Sie ist der Puls, der mich bewahrte,
deren Geständnis auszubrüllen. .
Und tröstend hör ich sie erzählen:
„Denk, niemand kann Dich ewig quälen!“

Aus halbem Schlafe halb erwacht,
nur dieses mal, ihr tauben Finger,
fühlt einen Ausweg aus der Nacht!
Der Himmel stand gestirnt, so schön,
über dem Fenster in den Zwinger.
Ich konnt’ ihn von der Streckbank seh’n,
da, als sie mir den Bauch zerrissen.
Doch war sie dort, mit stillen Küssen.

Doch sind’s Gespinste, still, sind’s Schritte,
die sacht, jetzt lauter, nah’n? Schon greift
ein greller Streifen Lichts die Mitte
des Raumes, kriecht die Wand zu nehmen!
Mein gier`ger Blick verbrennt und reift -
dann fasst er sie: Die Menschenschemen,
den Knecht und, ach, die Folterkammer.
Nur dies Mal noch, trag meinen Jammer!

Nein, ewig könnt ihr mich nicht stechen,
Die Wahrheit wird ja doch erhört!
Und rot zerfließt’s in warmen Bächen
um meine Brust, um jeden Schrei,
der gurgelnd meine Unschuld schwört
Bis Ruhe wird. - Doch bin ich frei?
Schon sinkt die Schärfe, winkt der Richter
und Gnade steigt in die Gesichter,

als ich die letzte Frage raune:
„Wer zeihte mich dieser Verbrechen?“
„Dies scheint des Schicksals raue Laune,
die nun sich doch zum Rechten neigt,
denn Euer Weib – dort! -, drang zu sprechen,
hat es erklärt und fest bezeugt!“
Da sinke ich, wie ich sie sehe,
in Staub und Blut - und ich gestehe.


August 2008




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