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Des Sängers Fluch nach Uhland

Geschrieben von: Juergen Taubert

Es stand vor alten Zeiten, ein großes Bierlokal,
darin tät sich bekneipen, der Gäste großer Zahl.
Der Wirt, der darin hauste, war unvernünftig dick,
er litt in dem Lokale, nie Saiten und Musik.

Denn wenn der blickt, war’s Falschheit,
und wenn der red’t, ne Wut,
und wenn er sprach, ne Grobheit,
so wie er’s Maul auftut.

Einst zog zu dem Lokale, ein Sängerpaar so froh,
der Alte im blauen Fracke, der andre im Paletot.
Der Alte mit der Harfe, war schon der 60 nah,
der andre war weit, jünger und spielt Harmonika.

Der Olle sprach zum Jungen:“ Nun pass mal auf mein Sohn,
wir hab’n den schönsten Ärger, den Kerl, den kenn ich schon.
Doch woll’n wir’s mal versuchen, es ist doch ganz egal,
wir geh’n mal rinn und singen, probieren wir’s einmal.“

Es traten die beiden Sänger ins hohe Bierlokal,
und vor dem Schanktisch saßen, der Wirt und sein Gemahl.
Die Wirtin furchtbar milde, wie purer Sonnenschein,
der Wirt, wie ein Cactea, als blickt der Vollmond drein.

Der Alte griff die Saiten und trommelte drauf rum,
dumpf dröhnt der Wehmut Schachtel, ein eintön’ges schrumm-schrumm.
Dazwischen klang des Sohnes Harmonika so stolz,
dass man kaum konnte hören, das alte Wimmerholz.

Und dazu sangen beide, im wundersüßen Ton,
Du hast die schönsten Augen, Du bist so hold, so schlank.
Und dann den Kutschkepolka, in wunderschönem Ton,
zuletzt den Donauwalzer, und dann, Sie hat ihn schon.

Die Gäste und die Kellner, sie waren alle stumm.
Die Kellner standen müßig, im Saale ringsherum.
Die Wirtin ging beiseite, ihr ward das Weinen nah,
sie dachte schon ans Ende, wie wird das Ende da?

„Ihr Bettelmusikanten, verlockt Ihr mir mein Weib?“
Der Bierwirt schreit es wütend, er bebt ans ganze Leib,
er packt den jungen Sänger mit wütendem Geschrei,
haut ihm die Näse blutig, reist ihm den Frack entzwei.

Der Alte fast den Jungen, am Arm in stummer Qual,
er fast ihn um die Taille, verlässt das Bierlokal.
Doch draußen vor der Türe, da hält er noch mal still,
da nimmt er die Gitarre, als wenn er noch was will.

An einer Gossenrinne, da hat er sie zerschellt,
dann ruft er, dass es schaurig durch die Lokale gellt.
„Weh dir, verdammte Kneipe, nie töne süßer Sang,
durch deine Räume wieder, nie Saiten, nie Gesang.

Nur grober Tingeltangel, und grobe Keilerei,
bis das die Bude schließe, die hohe Polizei!“
Der Alte hat’s gerufen, der Schutzmann hat’s gehört,
die Bude ist verschlossen, der Schankhahn ist zerstört.

Nur noch des Wirtes Tante, sitzt da, ein altes Weib,
auch sie wird bald verscheiden, sie hält sich schon den Leib.
Der dicke Wirt muss brummen, ob Grobheit und Betrug,
seht wohl, so musst es kummen, das war des Sängers Fluch.

von: Werner Taubert




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