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D' Bürgschaft (allgäuerisch)

Geschrieben von: Lukas Rief

D’ Rudi schlich zum König Ludwig, mit am Messa im Kittel.
Bled isch’ s glofa, d’ Soldat hond an kriet.
Zum König hond se’n Rudi g’ schleppt.
König Ludwig mault en Rudi massig, was er mit dem Messa tua wollt.
Befreia wollt er s’ Land von deam Depp Ludwig.
Du bock wüste Hund, d’ für kusch an Galge, schreit d’ Ludwig laut.
I bi zum sterba gricht, moint da Rudi, und bettel it um mei Leba.
Do frogt d’ Rudi: „Aba kasch mia vielloicht no dri Dag Urloub gäe, bis i mei Schwester verhoirat hon?“
Hinterher moint’ a no, dass er sein Spezl, d’ Hans hong ka, a’s Pfand bis I wieda do bi.

Hinterlischtig lacht da Ludwig und gid em Rudi di dri Dag.
Schadefreudig said a, wenn d’ Urlaub rum isch, und du bis zum Sonnauntergang id do bisch, dann wirsch id du Umbrocht, sonda dein Spezl.

D’ Hansl isch do, boide liegat sich in da Orm und verabscheidat sia.
D’ Rudi und eilt um sei Schwesta zum verheira und rechtzitig wieda do zum sia.

Während d’ Hansl in d’ Gfangaschaft bei dem massiga Hund Ludwig isch,
kummet em Rudi ouf em Hoimweag a baar blede Panna d’ zwischa.

No bevor d’ dride dog a gfange hot, hot sei Schwesta g’ heirat und b’ sorgt rennt da Rudi wieda hoim, bevor da Urlaub rum isch.

Kurz noch dem a ganga isch, hot’ s zum seucha agfanga was vom Himmel ra wied.
Betsch naß isch a. Und an der Schlucht akomma, fliegt au no d’ Brug ins Lo nab.
Es Blitza und’ s Donnra hot’ s au no agfanga.

Jetz hot da Rudi koin Bock me ket, weil er am Ufer rum g’ irrt isch wie im Irrehaus. Ganz verzwiflat isch er g’ wä, weil koi Schiff komma isch und en an’ d ander Sita na g’ hockt hot.

Auf eimal fangt er’s blärra und’s betta a.
D’ Händ hebt a zum Himmel nauf und bettlat:
„Gott, d’ Stund gangat rum, Midag homma und wenn d’ Sonn unter goht verreuch i d’ Stadt nimma. Dann muss d’ Hansl elend für mi verrecka.“

Do triebt en d’ Schieß wia boim Schumpa ie trieba glie so, dass er in d’ Strom ni springt der imma massiga wird.
Beta do’ d er im Wassa allad no.

Jowohl packt hot as. Er isch dernad. Danka do’d er em lieba Gott und wieta eilt er.

Id lang isch er glofa, kut des näxte Hindernis, a Gruppa voller blöda Saubagage.
D’ dreckade Räuba lond en Rudi wieta und wend des ganze Zeug was er dabie hot hong.
Nix isch’ s worra für di Saubazis, woil se vom freche Hund Rudi hinterlischtig verschreckt worra sind. Abg’ haue sind se vorlauter Schieß.

Nua brennt d Sonn vom Himmel ra und d’ Rudi isch fast am verdursta.
Hargott goht der an Dusel und findet a Bächle.
G’ soffa hot’a, wieder hot er bettet, dass da liebe Gott en naus long hot aus d’ Schissfidles Räuberhänd und dass er’ n aus em Strom au naus long hot ans ander Land.

D’ Sonn goht unter und d’ Bäm molet bäuene Schatta.
Dass da Hansl jetz oufghanget wird, schwetzed die zwoi Leud wo grad vorbie loufed.

Jetz rennt aba, ka des sei, dass der sich grad a wenig in’ d Hosa scheißt?
Den jagt d’Qual der Sorge.
Sea dud er se scho, d’ Zinna vo Noischwanastoi.

D’ Josef, Rudi’s Depp für olles, kut ums Eck rum und seid em,
dass er’s Leba vo seinem Spezl Hansl eh nimme retta ka,
weil der grad verreckt,
er soll sei oiges retta.

Pech ket hosch, Ludwig, du kasch em Rudi d’ mutige Willa id nemma.

Scho wieda fangt er’s Rotz und Wassa blärra a.
Mit trauriga Stimm, führt er Selbstgespräche in dena er moint,
dass es z’ spät isch, dass d’ Hansl für ihn sterbe muss, dass er ihm id d’ Retta sei ka und dass er sich ihm deshalb mit em Tod vereina will.
Em König gohts an seim Verwehrteschter vorbei, dass d’ Rudi em Hansl d’ Pflicht broche hot.

D’ rote Feuerball, auf deutsch said ma Sonn, isch scho fast fud,
da kut da Rudi am Schloss wieder a.
Erschmal huat er sich durch Menschemenge,
bevor er schreit: „Ey, Henker. Mi hängsch auf, i bi der, für den er sterba sod!“

Boide flackat sich in d’ Arm und blärret sich aus, vor lauta Freud.
D’Ludwig krit olles mit und holt di zwoi zu sich.

Der guggt die zwoi ewiglang bled a.
Heidanai, die zwoi hods na brocht.
Di hond sogar den Sturra Bock Ludwig woich krit.
Weil dena zwoi said, dass se’s na krit hond, sei Herz zu b’zwinga.
D’ König spricht Machtwort’: „D’ Treu gibt’s ja doch.
Bitte lond mi in euer Freundschaft d’ dritte sei.“

Friedrich Schiller




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