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Ballade oder Textzeile
ohrenschmaus
08.10.2010

Ballade mit abgeschnittenen Haaren
guten Tag,
nachdem ich beim letzten Mal eine so prompte Antwort bekam, versuche ich es heute wieder.
Ich suche eine Ballade in der die Mutter ihre Haare abschneiden lässt, damit sie mit dem Geld vom Verkauf der Haare den Kindern etwas zu Weihnachten schenken kann. Es beginnt wohl ungefähr so:
Im Stübchen klein herrscht große Not
Der Vater war gestorben . . .

Es wird dann wohl genau beschrieben, wie die Mutter ihr weiches Haar an den Krämer verkauft und ihre Kinder beschenken kann. Während der Bescherung kommt dann wohl auch noch der Polizist vorbei, bei dem sich die Mutter dann auch noch rechtfertigen muss.

Ich biete einen Gedichte-Kreis an. Dort erzählte ein älterer Mann von dieser Ballade, die er als Kind auswendig lernen musste. Leider weiß er nicht mehr Einzelheiten und auch keinen Autor.

Vielen Dank für alle Anregungen und Infos zu diesem Gedicht.

ohrenschmaus
Antworten


Gast am 29.11.2010
Re: Ballade mit abgeschnittenen Haaren
Hallo Ohrenschmaus,

meine Mutter (Jahrgang 1936) hat die Ballade auch auswendig gelernt. Sie war wohl in der kath. Kirchenzeitung "Die christliche Familie" abgedruckt.
Ich habe sie dann von ihr gelernt und bin eigentlich auch auf der Suche nach dem Dichter und dem Original.

Hier ist das, was ich kenne:

Im Stübchen klein herrscht große Not. Der Vater war gestorben, der jeden Tag das gute Brot für alle hat erworben. Gar traurig war der Witwe Not, was mag die Mutter fühlen, wenn Kinder hungrig, nackt und bloß das Krankenbett durchwühlen. Dazu ist Weihnachtsabend heut, der schöne traute Abend, an dem sich Jung und Alt erfreut und nach Geschenken laben. "Was schenkst du liebe Mutter mir?" hält an der ält'ste Knabe. "Ach Mutter, was bekommen wir, denn heut als Weihnachtsgabe?" Der Mutter schneidet's tief ins Herz, der kleinen Kinderfragen. Kaum kennt sie ihren Seelenschmerz, kann kein Wort drauf sagen. Doch halt, da fällt ihr etwas ein: Ihr Haar ist schwarz und seidig und für die lieben Kinderlein gibt sie es hin mit Freuden. Sie schneidet ab ihr langes Haar und hieß den Knaben laufen. "Sieh zu, dass du diese War' recht teuer kannst verkaufen." Der Knabe nahm die Ware an, doch mit geringren Blicken. Der Käufer war ein karger Mann, zahlt nur sechs Kräuterstücke. Die Mutter hält sie in der Hand, da hört man schwere Schritte. Ein Polizeioffizier tritt ein, mit schweren, schnellen Schritten. "Verzeihung," sprach er,"dass ich stör, muss pflichtgemäß verfahren. Der Bursche dort kommt ins Verhör, wie kommt er zu den Haaren?" Die kranke Mutter nahm das Wort für den erschrocknen Knaben: "Mein Herr, sie sehn, drei Kinder dort, die keinen Vater haben. Ihn riss dahin der bittre Tod, mit blieben diese Kleinen und schwere Tränen meiner Not hab ich nun zu beweinen. Das letzte Brot ist heut verzehrt, das letzte was wir haben. Die Kinder baten mich betört um schöne Weihnachtsgaben." Da war der brave Mann versetzt: "Hier mein Geschäft zu Ende. Ich bitte euch, nehmt von mir auch eine Weihnachtsspende. Was meine Börse nur enthält, das zahl ich mit vergnügen." Er schüttet auf den Tisch das Geld und ging mit heitren Zügen. Und kündet laut, wie's ihm gefällt der Mutter treue Liebe. Da war ja manches Herz bestellt zum Wohltun angetrieben. Und als am Abend rundherum des Christbaum Lichter schimmern (flimmern) und rund herum im Kreise die Weihnachtsgaben flimmern (schimmern), da war auch bei der armen Freu ein Freudenstrahl(schall) vernommen, zu ihr war auch im Abend grau der heilige Christ gekommen. Mit Gaben viel und mancherlei um ihre Not zu enden. Sie danket Gott der immer treu, mag allen Kummer wenden. Sie freut sich, dass sie wieder kann, die lieben Kleinen pflegen und was der Mutter treu ersann, das brachte reichlig Segen.

Ich bitte Rechtschreibung und Interpunktion zu entschuldigen. Es musste schnell gehen. Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

Tanja





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